FWG fordert finanziellen Ausgleich von Windinvestoren

Bad Lippspringe. Die kürzlich vorgestellten Pläne einer Bad Lippspringer Investorengruppe zum Bau von 6 Windenergieanlagen im Bereich Josefstraße und Kreuzweg, darunter mit 259 Metern Höhe die größten ihrer Art in Deutschland, werden gravierende negative Auswirkungen auf die Badestadt haben, ist sich die FWG sicher. Nach Meinung der FWG ist der Standort nur zustande gekommen, weil klare gesetzliche Vorgaben fehlen und weil viele Gerichtsurteile keinen Gestaltungsspielraum für die Kommunen zulassen. Die FWG hätte der Windkraft gerne an den Orten genügend Raum gegeben, wo bessere Windverhältnisse vorherrschen und nicht in der Ebene, vor dem Eggenkamm. Das führt nämlich dazu, dass das die Anwohner im Bereich von Bad Lippspringe, aber auch Marienloh und Neuenbeken, mit erheblichen Lärmbelastungen werden leben müssen. Auch ist Schattenwurf für einige Anwohner sehr wahrscheinlich. Und, zum Bedauern der FWG, wird auch das einmalige Landschaftsbild der westfälischen Bucht nachhaltig zerstört. Deshalb stellte Fachmann Bernhard Göke im letzten Bauausschuss für die Freien Wähler fest, dass die Belastungen die Allgemeinheit zu tragen hätten, die Gewinne aber ausschließlich an die Investorengruppe um einige Bad Lippspringer Landwirte gingen. Das könne so nicht sein. Für die Inanspruchnahme städtischer Flächen forderte Göke deshalb einen finanziellen Ausgleich. Zu den Vertragsinhalten sollte die Politik mit einbezogen werden, denn hier besteht ein besonderes öffentliches Interesse. Mit den Erlösen könnten Projekte oder Vereine in Bad Lippspringe gefördert oder die hohen Planungskosten zum Teil ausgeglichen werden. Außerdem fragt die FWG, was denn aus den Plänen eines Bürgerwindrades geworden ist, die mal im Raum standen. Auch hätte die FWG gern gewusst, wohin die Gewerbesteuern fließen. Ferner weist die FWG darauf hin, dass die Offenlegung der Pläne zwar abgeschlossen ist, nicht aber die Einspruchsfrist. Diese ist noch bis zum 21. September offen. Einwände kann jede Bürgerin und jeder Bürger einreichen, insbesondere aber sind die Betroffenen von Lärm und Schattenwurf aufgerufen, Einsprüche zu den Plänen mitzuteilen, die auch Voraussetzung für mögliche Klageverfahren sind.