Keine Busse für das Gewerbegebiet Vorderflöß – FWG setzt auf Alternativ-Lösungen

Bad Lippspringe. Die Hoffnungen haben sich zerschlagen: Der Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph) und das konzessionierte Verkehrsunternehmen DB BahnBus Hochstift (BBH) werden auch in Zukunft keine Buslinie ins Gewerbegebiet Am Vorderflöß anbieten. Das geht aus einem jetzt vorliegenden Schreiben des nph an die Freie Wählergemeinschaft Bad Lippspringe hervor.

Der Nahverkehrsverbund macht konkret zwei Gründe für seine ablehnende Haltung verantwortlich: Mit einem zusätzlichen Bus-Haltepunkt im Gewerbegebiet Am Vorderflöß, so heißt es in dem Schreiben, würde sich die Fahrzeit auf der Strecke Schlangen-Bad Lippspringe- Paderborn nicht unerheblich verlängern. Der nph rechnet in diesem Fall sogar mit zurückgehenden Fahrgastzahlen.

Aber auch mit Blick auf die zusätzlichen Kosten sei eine Buslinie ins Gewerbegebiet Am Vorderflöß nicht zu rechtfertigen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben des nph weiter: „Es hat sich gezeigt, dass Gewerbegebiete grundsätzlich schlechte Nachfragezahlen aufweisen.“ Die Schichtarbeit und unterschiedliche Arbeitszeiten der Beschäftigten stellten in diesem Zusammenhang ein Problem dar.

„Die Argumente des nph sind durchaus nachvollziehbar“, räumt der FWG-Fraktionsvorsitzende Markus Wille in einer ersten Reaktion ein. „Ich hätte mir allerdings eine Buslinie ins Gewerbegebiet zumindest probeweise gewünscht.“ Ähnlich sieht das der stellvertretende FWG-Fraktionsvorsitzende Heiner Thöne: „Jetzt müssen wir weiter überlegen, wie wir die Situation anderweitig verbessern können.“ Thöne spricht sich beispielsweise für einen Fahrradunterstand oder eine Fahrradbox eventuell im Bereich Lidl-Parkplatz aus. Von hier aus könnten zumindest einige Arbeitnehmer mit dem Rad zu ihrem Arbeitsplatz im Gewerbegebiet pendeln. Auch einen Shuttelverkehr, der durch die Firmen organisiert wird, hält Thöne für vorstellbar.

Ein letzter kleiner Hoffnungsschimmer aber bleibt: Stadt und Nahverkehrsverbund werden sich in nächster Zeit treffen und über die innerörtliche Busversorgung insgesamt sprechen. Vielleicht, so hofft die FWG, kommt es dann doch noch zu einer zusätzlichen Busverbindung ins Gewerbegebiet Am Vorderflöß.

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