Bad Lippspringe. Der Atomausstieg bis zum Jahr 2020 ist beschlossen, die Weichen in Richtung Energiewende sind gestellt. Den regenerativen Energien gehört die Zukunft. Landauf und landab entstehen neue Windräder, Photovoltaik- und Biogasanlagen. Der Kreis Paderborn zählt dabei zu den Vorreitern. Mit aktuell insgesamt 301 Windrädern drehen sich hier so viele wie in keinem anderen Landkreis in Nordrhein-Westfalen.
So ist es nicht verwunderlich, dass auch Bad Lippspringe in den Fokus der großen Windenergie-Firmen rückt. Es soll bereits zu Gesprächen mit Badestädter Bürgern gekommen sein, die vielleicht ein in Frage kommendes Grundstück besitzen. Auf diese Entwicklung muss die Politik reagieren.
Die Freien Wähler schätzen sich glücklich, mit dem Bauausschuss-Vorsitzenden Bernhard Göke einen kompetenten Ansprechpartner in ihren Reihen zu haben. Göke, selbst Mitbetreiber eines Windrades, kennt das mögliche Konfliktpotenzial und hat das Thema Windenergie frühzeitig auf die Tagesordnung des Ausschusses gestellt. Seine Meinung ist klar: „Wir können die Windenergienutzung in Bad Lippspringe nicht verhindern, wir müssen sie aber regulieren – Und das geht nur, wenn wir Windvorrangflächen ausweisen.“
Markus Wille, FWG-Fraktionsvorsitzender erinnert daran: „Bad Lippspringe ist bereits von Windrädern umgeben. Man muss nur in Richtung Bauernkamp oder in Richtung Benhausen blicken. Das sollte meiner Meinung nach ausreichen. Wenn wir Windräder zulassen, dann doch bitte in diesen Fluchten.“
Die Politik ist inzwischen nicht untätig geblieben. Der Bauausschuss hat bereits vor Monaten ein Ingenieurbüro beauftragt, nach geeigneten „Windenergie-Flächen“ zu suchen. Auch Fragen des Naturschutzes sollen in die Untersuchung einfließen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in der nächsten Bauausschusssitzung vorgestellt. Danach geht es in die weiteren Beratungen.
